Ein Besuch der Blindenführhundschule

Die täglichen Grundbedürfnisse der Hunde sind vor allem die Fütterung und die Spaziergänge mit dem Freilauf.

Diese wesentlichen Ereignisse geben dem Tagesablauf einen regelmäßigen Rhythmus. Dazwischen liegen für den einzelnen Hund die Trainingszeiten und die notwendigen Ruhepausen. An einem „normalen” Arbeitstag gibt es also ein ständiges „Kommen und Gehen”, und jeder Hund soll seinem individuellen Alter und Ausbildungsstand entsprechend gefördert werden.

Ein Besuchertag unterscheidet sich im Tagesablauf vom üblichen Ausbildungsalltag. Eine vorherige Terminabsprache ist notwendig, um einige Vorbereitungen zu treffen, damit sich Gäste, Hunde und nicht zuletzt auch die Gastgeberin wohlfühlen.

Unser Zuhause

Der Begriff „Schule” läßt vielleicht vermuten, daß es sich bei der Geschäftsadresse der Blindenführhundschule Ute Luhmann um ein spezielles Trainingsgelände handelt. Das trifft jedoch nicht zu. Es handelt sich vielmehr um ein älteres Einfamilienhaus, welches gleichzeitig auch ein privater Wohnsitz ist. Im Erdgeschoß gibt es ein Eßzimmer und das „Schulbadezimmer”. Dies sind die geschäftlich genutzten Räume, der Rest des Hauses ist „Privat”.

Die Betriebsgröße der Blindenführhundschule Ute Luhmann ist bewußt so gewählt, daß die Hunde am Familienleben teilnehmen und sich frei im Haus bewegen dürfen. Wie bei jedem anderen Familienhund auch, werden bei dieser Haltungsweise Hundehaare gleichmäßig im Haus verteilt und bei feuchter Witterung hinterlassen viele Hundepfoten ihre Spuren. Für den berühmten „ersten Eindruck” sind das nicht immer Idealvoraussetzungen.

An einem Besuchertag gehen wir deshalb mit weiser Voraussicht nicht vorher an der nahegelegenen Alme-Quelle spazieren, damit die Hunde bei der Begrüßung der Gäste ein trockenes Fell haben.

Foto: Ein Großpudel und ein Labrador beim Baden im Alme-Quellsee.

Verabredung zum Treffen

Besucher sind nach einer Terminabsprache in „unserer Hundehütte” willkommen. Das Führhund-Training fällt aus, Haus und Haar werden gerichtet und ein Getränk steht bereit.

Die Anreiseplanung

Der genaue Standort der Blindenführhundschule Ute Luhmann ist im Dorf „Brilon-Nehden”.

Es hat sich gezeigt, daß Gäste mit einer längeren Anreise gern einen Abstecher in die hiesige Gastronomie unternehmen. Dazu bietet sich die Stadt Brilon an. Sie liegt etwa 7 km von Brilon-Nehden entfernt. Die Fahrtzeit ab dort beträgt dann noch etwa zwischen 10 und 15 Minuten bis zum Ziel.

Anreise mit dem eigenen Fahrzeug:
Die nächstgelegene Autobahn ist sie A44. Die Fahrtzeit für die Fahrtstrecke vom Verlassen der Autobahn bis zum Ziel wurde schon von einigen Besuchern unterschätzt. Je nach gewählter Abfahrt ist man bei Einhaltung der Verkehrsvorschriften und normalen Straßenverhältnissen etwa 30 Minuten ab Autobahnabfahrt unterwegs. Achtung: Es gibt unterwegs je nach Route einen oder mehrere Radargeräte! Angemeldete Besucher dürfen ihr Fahrzeug gern auf meinem Grundstück in der Einfahrt vor der Garage parken.

Anreise mit dem ÖPNV:
Nur wenige Meter von meiner Haustür entfernt gibt es zwei Bushaltestellen, die etwa gleich weit entfernt sind. Sie heißen „Nehden, Germaniastraße” und „Nehden, Mookweg”. Die Strecke wird von den Bussen „S 80” ab Paderborn Busbahnhof in Richtung Brilon bzw. in Gegenrichtung ab Brilon in Richtung Paderborn Busbahnhof befahren. Gäste, die mit dem ÖPNV anreisen, hole ich gern zur vereinbarten Ankunftszeit von der Haltestelle ab.